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Web 2.0

Wikis

Der Begriff Wiki1 beschreibt im Ergebnis eine Akkumulation von Web-Inhalten, die von Nutzern kollaborativ und transparent, auf Grundlage einer sogenannten Wiki-Engine2 ähnlich einem Lexikon erstellt und bearbeitet wurden (Roggenkamp 2010, S.37). Diese verfügt nicht nur über einen Texteditor, über den Inhalte mit Hilfe einer vereinfachten Auszeichnungssprache editiert werden können, sondern auch über eine integrierte Versionskontrolle, Diskussionsbereiche und Möglichkeiten der internen Kategorisierung und Verlinkung von verschiedenen Inhalten. Bei Wikis handelt es sich somit um speziell auf die Zusammenarbeit und Interaktion ausgerichtete Content-Management-Systeme (CMS).

Da es jedem Nutzer und jeder Nutzerin möglich ist, eigene Inhalte einzufügen und andere zu editieren, fördern Wiki-Anwendungen, zu deren bekanntesten Vertretern die Online-Enzyklopädie Wikipedia3 gehört, zwar die Zusammenarbeit und regen zur Partizipation an, verpflichten allerdings darüber hinaus auch indirekt zur Interaktion mit anderen Nutzern, Ansichten und Kenntnissen. Qualitätssicherung findet somit ausschließlich über das Erweitern oder Editieren bestehender Änderungen statt4, womit der Wissenstransfer und die Diskussion in das Zentrum der Wiki-Philosophie rutschen und Wikis auf diese Weise zum Sinnbild für die kollektive Intelligenz im Web 2.0 machen.

Die sich inhaltlich ständig in einem Veränderungsprozess befindlichen Wikis ermöglichen es folglich, bestehende Inhalte flexibel zu organisieren und durch die Partizipation von Nutzern neue Inhalte gemeinschaftlich zu erschließen. Zudem kann ein Wiki, ähnlich wie die Social-Communities, nach Erreichen eine kritischen Masse von aktiven Nutzern zu einem dynamischen Selbstläufer werden, in dem allein die Nutzer den Fortbestand des Projektes gewährleisten, immer neue Inhalte generieren und auf diese Weise immer neue Nutzer gewinnen.

  1. hawaiisch für schnell []
  2. Die bekannteste Wiki-Engine ist das MediaWiki. Darüber hinaus existieren eine Vielzahl weiterer, oft auf spezielle Aufgaben angepasster, Wiki-Engines wie zum Beispiel TracWiki, TWiki oder PmWiki. []
  3. www.wikipedia.org []
  4. In größeren Wiki-Anwendungen, wie der Wikipedia, haben sich sogenannte Administratoren als redaktionelle Schicht etabliert. Ihre Aufgabe liegt insbesondere in der Bewertung von neuen Inhalten auf Relevanz. Diese Art der Zensur ist allerdings nicht unumstritten (Lischka 2007). []

Autor: Jan Brennenstuhl

Jan studiert Informatik (Master) an der Uni Potsdam, arbeitet als Software-Entwickler bei einem mittelständischen berliner Unternehmen, ist leidenschaftlicher Hobby-Photograph und interessiert sich für Streetart und Graffiti.

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