In einer Welt, in der Computer, der Umgang mit ihnen sowie eine umfangreiche Informationsflut in zunehmendem Maße unser soziales, wirtschaftliches und privates Leben bestimmen, ist es in meinen Augen verwunderlich warum es der überwiegenden Zahl der Länder bis heute nicht gelungen ist, ein eigenständiges, obligatorisches Schulfach Informatik zu etablieren. So werden die durchaus vorhandenen informatischen Interessen der Lernenden beispielsweise in Berlin mit Fachkonstrukten wie Informations- und Kommunikationstechnologische Grundbildung (IKG) bzw. Informatik und informationstechnische Grundbildung (ITG) abgespeist, die ihren Fokus nicht etwa auf die Entwicklung von Verständnis für die fundamentalen Ideen der Informatik legen, sondern im Gegenteil mit Themen wie Textverarbeitung und Serienbriefe sowohl zeitlich als auch informatisch eingeschränktes Anwendungswissen vermitteln. Grundlegende Prinzipien, Konzepte, Zusammenhänge und Strategien werden gekonnt umschifft – auch aufgrund fehlender Kompetenzen bei den Lehrenden.
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